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Video-Bewegungserkennung

Der Video-Bewegungsmelder reagiert auf Bewegung in bestimmten Bildbereichen, den Bewegungsfenstern (auch VM-Fenster genannt. Sie können für jeden Bildsensor (Kameraobjektiv) ein oder mehrere, voneinander unabhängige dieser Fenster definieren.

Die Kamera stellt zusätzlich zwei verschiedene Video-Bewegungsmelder zur Verfügung, die unabhängig voneinander definiert werden können: VM und VM2. Es ist damit z. B. möglich, nur auf bestimmte Bewegungsrichtungen zu reagieren (siehe Ereignislogik).

Anzeige von Bewegungsfenstern

Wenn Video-Bewegungsmelder-Stil z. B. auf Rahmen bei Alarm hervorheben eingestellt ist, stellt die Kamera jedes VM-Fenster mit einem gepunkteten Rahmen dar.

Elemente der VM-Fenster

1

Rahmen:

  • Weiß: Standard-VM-Fenster.
  • Gelb: Referenzfenster.
  • Rot: VM-Fenster hat ausgelöst.

2

Video-Bewegungsmelder-ID:
Nummer des VM-Fensters im Definitionsfeld.

3

Schwellwert "Minimale Fläche":
Löst ein Ereignis (Alarm) aus, wenn die Änderungen im Bild den Prozentwert überschreiten, der im Parameter Minimale Fläche festgelegt wurde (siehe Definieren von VM-Fenstern weiter unten).

4

Statuszeile:

  • Schwarz: VM-Fenster der Gruppe VM.
  • Blau: VM-Fenster der Gruppe VM2.
  • Rot: Nicht aktiv (zu dunkel oder während der Initialisierung)

Rahmen: Wenn die Kamera Bewegungen in einem aktiven VM- Fenster erkennt, die den Prozentwert überschreiten, der im Parameter Minimale Fläche festgelegt wurde (siehe Definieren von VM-Fenstern weiter unten), wird der gesamte Rahmen und die Statuszeile rot dargestellt.

Video-Bewegungsmelder-ID: Ist Video-Bewegungsmelder-ID anzeigen aktiviert (Standardeinstellung), wird in der linken oberen Ecke der VM-Fenster die fortlaufende Nummer des VM-Fensters angezeigt. Die Zahl entspricht der Nummer der Zeile im Definitionsfeld; das Fenster Nr. 1 ist also das erste definierte VM-Fenster. Kommentare und Leerzeilen erhöhen die Video-Bewegungsmelder-ID nicht.

Statuszeile: Stellt die aktuelle Aktivität unten im jeweiligen VM-Fenster dar (erkannte Bewegung im Bild) und zeigt außerdem einen oder zwei kleine Striche, die die definierten Schwellwerte markieren (siehe Definieren von VM-Fenstern weiter unten). Ist das VM-Fenster wegen mangelnder Beleuchtung oder während der (Neu-) Initialisierung deaktiviert, wird statt der schwarzen (VM) oder blauen (VM2) eine rote Statuszeile angezeigt. Die rote Markierung verschwindet, wenn das VM-Fenster wieder normal arbeitet.

Video-Bewegungsmelder-Definitionen

Jede Zeile im Definitionsfeld, die nicht mit einem Dollarzeichen ($generate=, Automatisch generierte VM-Fenster) oder einem Doppelkreuz beginnt (#, Kommentare), definiert ein VM-Fenster. So sieht ein Beispiel für eine Definition eines VM-Fensters mit allen optionalen Parametern und ihren Standardwerten aus:

0,270,190,100,100,a=25,am=90,s=15

Syntax:
[!/$generate=/#]Bildsensor, horizontale Position, vertikale Position, Breite, Höhe, [, a=<min. Fläche>] [, am=<max. Fläche>] [, s=<Empfindlichkeit>]
(optionale Parameter sind in eckigen Klammern dargestellt)

Parameter

! Definiert ein Referenzfenster (siehe unten).
$generate= Definiert ein Set von Automatisch generierten VM-Fenstern (siehe unten).
# Leitet eine Kommentarzeile ein (siehe unten).
Bildsensor 0 = rechtes Kameraobjektiv
1 = linkes Kameraobjektiv
Horizontale Position Anzahl der Pixel vom linken Rand des sichtbaren Bildes zum linken Rand des VM-Fensters.
Vertikale Position Anzahl der Pixel vom oberen Rand des sichtbaren Bildes zum oberen Rand des VM-Fensters.
Breite Breite des VM-Fensters in Pixeln.
Höhe Höhe des VM-Fensters in Pixeln.
Minimale Fläche Mögliche Werte: 0-99 (niedrigerer Wert: empfindlicher)
Dieser Parameter bestimmt den Anteil der Fensterfläche in Prozent, der sich von einem Bild zum nächsten ändern muss, um ein Ereignis auszulösen. Niedrigere Werte machen das VM-Fenster empfindlicher.
Dieser Wert muss nicht angegeben werden; in diesem Fall verwendet die Kamera den Standardwert 25.
Maximale Fläche Mögliche Werte: 0-99
Der maximale Anteil der Fensterfläche in Prozent, der sich von von einem Bild zum nächsten ändern darf, um ein Ereignis auszulösen. Mit diesem Parameter können Sie falsche Alarme zu unterdrücken, die durch globale Bildänderungen hervorgerufen werden (z. B. wenn das Licht angeschaltet wird). Dies ist ein optionaler Parameter, der nicht verwendet wird, wenn er nicht explizit angegeben wird.

Empfindlichkeit Mögliche Werte: 0-99 (höherer Wert: weniger empfindlich)
Dieser Parameter legt den prozentualen Mindestwert fest, um den sich die Pixel im VM-Fenster ändern müssen, um ein VM-Ereignis auszulösen. Neben der Fläche ist dies der zweite Parameter, mit dem die Erkennungsgenauigkeit beeinflusst werden kann. Die Empfindlichkeit kann normalerweise weggelassen werden (dann wird der Standardwert verwendet), kann aber in gewissen Situationen hilfreich sein. Der Standardwert für diesen Parameter ist 20 für normale VM-Fenster und 10 für Referenzfenster.

Hinweis: Um ein neues oder zusätzliches Fenster einzutragen, öffnen Sie den Dialog Ereigniseinstellungen und folgen Sie den Anweisungen der Hilfe zu Grafische Eingabe von Bildausschnitten.

Vermeidung von Fehlalarmen durch Referenzfenster

Referenzfenster dienen dazu, Fehlalarme bei Ereignissen zu vermeiden, die durch VM-Fenster z. B. bei wechselnden Lichtverhältnissen (Sonne und wolkiger Himmel, Auto-Scheinwerfer, ...) ausgelöst werden.

Um ein Referenzfenster zu definieren, erstellen Sie einfach ein zusätzliches VM-Fenster in einem Teilbereich des Bildes, in dem keine Bewegung zu erwarten ist. Setzen Sie dann ein Ausrufungszeichen (!) vor die Definition des VM-Fensters.

Beispiel: !0,912,750,364,188,a=25

Beachten Sie, dass die Angabe einer maximalen Fläche für Referenzfenster zwar möglich, aber nicht besonders sinnvoll ist.

Kommentare zum Deaktivieren von Fenstern verwenden

Um VM-Fenster vorübergehend zu deaktivieren, setzen Sie vor die jeweilige Fensterdefinition ein Doppelkreuz (#). Die Definition des VM-Fenster wird dann zwar gespeichert, als Bewegungserkennungs-Fenster aber nicht verwendet. Darüber hinaus können Kommentare sehr hilfreich sein, um bei komplexeren VM-Fenster-Definitionen den Überblick zu behalten.

Automatisch generierte VM-Fenster

Diese speziellen Art der Definition ermöglicht, eine flächendeckende Belegung mit VM-Fenstern mit nur einer Definitionszeile zu erstellen ("Minenfeld"). Dieses Verfahren kann auch zur Optimierung der VM-Parameter für bestimmte Beleuchtungssituationen verwendet werden. So sieht ein Beispiel für automatisch definierte VM-Fenster mit allen optionalen Parametern aus:

$generate=0,100,100,20,20,25,25,70,70

Syntax:
$generate=Bildsensor, Breite, Höhe, horizontaler Abstand, vertikaler Abstand, min. Fläche links, min. Fläche rechts, max. Fläche unten, max. Fläche oben
Keiner der Parameter muss angegeben werden (die einfachste Definition ist $generate=); werden keine Werte angegeben, verwendet die Kamera die Standardwerte.

Bildsensor 0 = rechtes Kameraobjektiv
1 = linkes Kameraobjektiv
Standard: 0
Breite Breite des VM-Fensters in Pixeln.
Standard: 100
Höhe Höhe des VM-Fensters in Pixeln.
Standard: 100
Horizontaler Abstand Horizontaler Abstand zwischen einem Fenster und dem nächsten in Pixel.
Standard: 20
Vertikaler Abstand Vertikaler Abstand zwischen einem Fenster und dem nächsten in Pixel.
Standard: 20
Minimale Fläche Werden für minimale Fläche zwei verschiedene Werte angegeben, ändert sich der Wert von den generierten Fenstern der linken Spalte (erster Wert) zu den Fenstern der rechten Spalte (zweiter Wert). Die Werte für die dazwischen liegenden Fenster werden linear interpoliert. Wird der gleiche Wert für beide Parameter verwendet, erhalten alle Fenster diesen Wert.
Standard: 25
Maximale Fläche Verändert die Werte für maximale Fläche auf die gleiche Weise wie für minimale Fläche, aber in vertikaler Richtung von unten nach oben. Werden keine Werte angegeben, ist maximale Fläche deaktiviert.
Standard: Aus

Generierte Fenster haben ein eigenes Nummerierungssystem für jede $generate-Definitionszeile; wobei den Zahlen ein "g" vorangestellt wird. Beachten Sie, dass mehrere $generate= Definitionszeilen verwendet werden können, die Nummerierung der VM-Fenster dann jedoch nicht mehr eindeutig ist.

Stellen Sie sicher, dass Sie den Parameter maximale Fläche nur dann verwenden, wenn es unabdingbar ist. Der Parameter kann dabei helfen, gute Werte für ein solches "Minenfeld" von VM-Fenstern zu finden.

Bewegungsmelder-Definitionen kopieren

Ist diese Option aktiviert, werden sämtliche Bewegungsmelder-Definitionen auf beiden Bildsensoren verwendet. Diese Option steht nur auf Day/Night-Modellen zur Verfügung.

Bewegungserkennung auf beiden Bildsensoren

Ist diese Option aktiviert, werden Bewegungen auf beiden Bildsensoren erkannt (unabhängig davon, welcher Bildsensor in der Live-Ansicht angezeigt wird). Beachten Sie, dass diese Einstellung die maximale Bildrate reduzieren kann.

Ein Bewegungserkennungs-Fenster, das explizit für den linken Bildsensor definiert wurde, wird auch ausgewertet, wenn nur das Bild der rechten Kamera angezeigt wird. Die Kamera kann also auch Ereignisse des linken (nicht sichtbaren) Bildsensors erkennen.


Konfiguration sichern

Klicken Sie auf Setzen, um die Einstellungen zu aktivieren und bis zum nächsten Neustart der Kamera zu sichern.

Beenden Sie den Dialog durch Klick auf Schließen. Hierbei wird geprüft, ob Änderungen der Gesamtkonfiguration vorliegen. Ist dies der Fall, werden Sie gefragt, ob die Gesamtkonfiguration dauerhaft gesichert werden soll.

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